Auswandern - die größten Hürden und Ängste

Basti24v

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Hallo, wieder mal spontan über das auswandern nach Thailand, warum schaffen es die meisten nicht diesen Schritt zu tun? Warum scheitern viele die bereits hier sind oder waren? Ängste und gescheiterte Menschen…. Mein YouTube Video über meine Erfahrungen. LG Basti




Auswander, Angst und Scheitern
 
Man muß ja nicht. Scheinbar haben viele nicht den Wunsch.
Bei den meisten sind die, welche es nicht wollen, deren Frau nicht zurück will, auch wegen der Kinder, die erst recht nicht wollen.

Aber Du meinst sicherlich, wenn ein Traum zerbricht.
 
Ja genau 🙂 ich denke schon das viele möchten aber nicht können oder eben auch wirklich Angst vor diesem Schritt haben
 
Auswandern scheint für einige nur eine spontane schnell durchgesetzte Idee zu sein. Man denkt, dass es nur ein paar Euro auf der Kannte, das Kündigen des Jobs und ein Oneway-Ticket bedarf um in ein Land zu ziehen das weder kulturell noch von Menschen dort etwas gemein mit seiner selbst haben. Dort angekommen ein paar Wochen auf relativ großem Fuß leben, weil man ja einen gewissen Lebensstandard auch gewohnt ist und sich im Laufe der Zeit mehr und mehr wundert, dass die Zahlen auf dem Konto immer kleiner werden. Schließlich muss eun Job her, nur dies ist garnicht so einfach. Zum einen benötigt man eine Arbeitserlaubnis, zum anderen wird das Land der Sonne gerade auf einen gewartet haben, der es in einem Land, welches für die meisten Einheimischen das unerreichte Paradies ist gekommen ist. Und wenn es dann doch eine "Arbeit" zum Geld verdienen kommt, dann doch zu 90% aller Fälle als "Besitzer" einer neuen, der eh schon völlig überrepräsentierten Anzahl von Farang-Bars irgendwo zwischen Phuket und Pattaya. Am Ende steht dann der Abschied, mit nichts außer den eigenen Klamotten am Körper, einiges an Schulden der noch existierenden Freunde zu Hause, in Richtung Startplatz an.

Dann gibt es die Gruppe, die entweder aufgrund ihres Berufslebens über die Jahre dort leben, Rentner und Pensionäre mit ausreichenden monatlich überwiesenen finanziellen Spielraum und diejenigen, die sich das Ganze über Jahre hinweg gut vorbereitet haben.
Das Wichtigste ist nun einmal der finanzielle Spielraum, den man mitbringt und die Art und Weise des Lebensstils den man an den Tag legt.
Man muss an viel Dinge denken, die einem hier garnicht so auf die Schnelle einfallen. Was für uns hier ganz normal erscheint ist in Th beispielsweise eine besondere Beachtung wert. Krankenversicherung, das richtige Visa und einige andere Voraussetzungen.
Was einen das Ganze etwas leichter macht ist, dass man eine Frau o. Mann zum Ehepartner hat, die einen in vielen Dingen unterstützend einwirken.
Und dann sind da noch die Behördlichen Auflagen, die wie im Falle Thailand nicht unbedingt stabil erscheinen. Aber dazu können die vielen Expats sicher mehr interessantes beitragen.

Um Himmelswillen, jeder der möchte soll seinen Traum auch verwirklichen, nur manche meinen, dass mit ein paar Tausender in der Tasche das Leben am Strand schon irgendwie geht. Eine gute Vorbereitung ist das A und O beim sog. Auswandern, sonst wandert man ganz schnell wieder zurück und beantwortet viele Fragen.
 
Das stimmt alles aber manche warten mehr wie ihr halbes Leben um diesen Schritt dann doch nicht zu machen. Es gibt viele Nachteile aber auch viele Vorteile. Das wichtigste meiner Meinung nach ist wirklich der Kontakt zu Thais und auch wirkliche Thai Freunde. Dadurch fällt alles deutlich leichter.
 
Die Staatsbürgerschaft ist so gut wie ausgeschlossen, das geht leider nicht. Man kann ab 50 ein Rentnervisa beantragen mit einigen Voraussetzungen. Ich arbeite eine Arbeitserlaubnis und ein Business Visa. LG
 
Doch ich glaube @Otto-Nonghai hat das ?Nach einer gewissen Zeit (mindestens drei Jahre mit ununterbrochenem Non-Immigrant Visa) kann eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung (PR) beantragt werden.

Einbürgerung:
Nach 10 Jahren des Daueraufenthalts kann auch die thailändische Staatsbürgerschaft beantragt werden.

Bedingungen:
Die Bedingungen für die Einbürgerung sind beispielsweise ein ständiger Wohnsitz in Thailand, ein gutes Verhalten und der Nachweis einer wirtschaftlichen Grundlage ist Voraussetzung dazu.
 
Das stimmt alles aber manche warten mehr wie ihr halbes Leben um diesen Schritt dann doch nicht zu machen. Es gibt viele Nachteile aber auch viele Vorteile. Das wichtigste meiner Meinung nach ist wirklich der Kontakt zu Thais und auch wirkliche Thai Freunde. Dadurch fällt alles deutlich leichter.
Ich denke, man kann nicht persé jemanden raten auszuwandern.
Es gelten zwar für jeden die selben Regeln im Land seiner Wahl, aber die persönlichen Voraussetzungen sind unterschiedlich. Es ist also immer eine Einzelfallentscheidung hier in DE alles aufzugeben.
Das derzeitige Alter ist ein gravierender Grund, denn klappt das Auswandern nicht ist ein Neuaufbau, im Falle einer Zwangsrückkehr, auch hier in DE nicht kostenlos. Oft zerbrechen dann auch noch die Beziehungen, da in einem solchen Fall ja nicht nur eine Person mit der Rückkehr zu kämpfen hat, sondern auch das des Lebenspartners und evtl. der Kinder.

TV Sendungen oder die vielen YouTuber sind sicher auch nicht immer die glaubwürdigsten, doch zeigen diese schon über einen längeren Zeitraum welch Probleme, die man sich zuvor nie hätte vorstellen können, auf einen warten. Dies gilt übrigens auch in alle anderen Länder, die man sich so ausgesucht hat.
Wie gesagt, Bespiele gibt es genügend. Denk mal an die ältere Frau die als Rentnerin (Bericht im ÖR) nach Thailand gegangen ist. Zuerst war alles schick, dann folge Stress mit ihrer Freundin, Umzug, Krankheit ...... . Oder andere, zb. die auf Malle dachten, mal schnell ne Bar oder nen Klamottenladen eröffnet und das schöne Leben beginnt. Es ist nirgends einfach und schon garnicht easy. Daher auch mein Hinweis mit Finanzen, Versicherung, Wohnen ect.pp. .

Für mich gedacht.
Schon bei meinen ersten Besuchen in Thailand, war der Wunsch recht groß dort zu bleiben. Eine Nacht Pro und Contra bringt einen zurück in die Realität. Ich empfehle jeden sich genau so eine Liste mit Pro und Contras über einen längeren Zeitraum zu erstellen und dann abzuwägen, ob und wie man seine Ziele dann am besten erreichen kann. Ein bloßes Auswandern, und dann noch in einer der Touristenhochburgen ist nicht immer die beste Idee, denn genau in diesen Gebieten ist man sein monatliches Budget schneller los, als man Ahmen sagen kann. An jeder Ecke trifft man "neue Freunde" die sicher auch ihren Vorteil in dich sehen werden. Dann noch die anderen Annehmlichkeiten, die einen täglich überm Weg hüpfen. Daher ist man gut beraten, wenn überhaupt, sich etwas außerhalb niederzulassen.

Trotz alledem ist jeder der sich für das Auswandern entschließt auch selbst in der Pflicht und auch selbst Schuld, wenn etwas oder wenn DAS schief geht. Auch dann, wenn so etwas wie der Ruf des thailändischen Finanzamtes derzeit, was wohl viele aufgeschreckt hat.

Nochmal für mich gedacht.
Nach nunmehr gut 20 Jahren ist einiges gereift. Die Ehe mit meiner lieben Frau steht auf feste Säulen. Das obligatorische Haus steht. Bin in der Familie anerkannt, ob nun seitens der Schwiegereltern, den Geschwistern oder dem Sohn, der selbst eine eigene Familie hat. So sollte es sein. In deinem Video sprichst Du von den Dingen, die man hier in Europa gewöhnt sind, also ganz normal und von dem was man in Thailand vorfindet. Toiletten beispielsweise. Nun man braucht auch in Europa nicht allzuweit fahren um genau dieselben Zustände zu sehen. Wie schnell sich die Lebensweise und Art in Thailand in den den letzten beiden Jahrzehnten geändert hat, muss ich dir nicht erzählen. Ich sehe jedes Mal, wenn ich dorthin fliege die Unterschiede von zuvor sehe. In Teilen ist dies schon echter Wahnsinn. Auch das Leben auf dem Lande hat sich geändert und auch diese Menschen wollen Teilhaben am "schönen Leben", doch auch jeder weiß, dass ohne Geld nichts oder nur wenig läuft. Wobei wir wieder beim Geld sind und wer denkt, mit 1500 € Rente gut durchzukommen, wird erstaunt sein, dass man damit auch in TH keine großen Sprünge machen kann.
 
Die meisten Menschen tendieren ja eher dazu Disruption und Risiko zu vermeiden. Und weil eine Auswanderung nach Thailand sozusagen eine Maximaldisruption mit sich bringt, gibt es per se gar nicht so viele die das in Kauf nehmen würden .

Diejenigen die die Überwindung aufbringen und das Risiko in Kauf nehmen, kommen aus verschiedenen Gründen. Was man oft von Auswanderern hört, ist die Aussage, dass man mit der Situation und den Bedingungen zuhause unzufrieden und frustriert ist.

In dem Fall wäre es interessant, diese Dinge zu beleuchten, und die Gründe für die Idee oder den Entschluss zur Auswanderung kritisch zu hinterfragen. Ist es so, dass man in Thailand tatsächlich bessere Bedingungen für den eigenen Lebensentwurf vorfindet, oder ist es eher so, dass man vor Problemen flüchtet, die man letztendlich nur in ein anderes Land transportiert?

Vielleicht Material für die nächste Folge? :p
 
wieder mal spontan über das auswandern nach Thailand, warum schaffen es die meisten nicht diesen Schritt zu tun? Warum scheitern viele die bereits hier sind oder waren?

Tach Basti: was rührt Dich an, spontan über Andere u. deren Scheitern nicht nur privat nachzudenken sondern es gar mit Erfahrenen des Forums zu diskutieren?
 
Die meisten Menschen tendieren ja eher dazu Disruption und Risiko zu vermeiden. Und weil eine Auswanderung nach Thailand sozusagen eine Maximaldisruption mit sich bringt, gibt es per se gar nicht so viele die das in Kauf nehmen würden .

Diejenigen die die Überwindung aufbringen und das Risiko in Kauf nehmen, kommen aus verschiedenen Gründen. Was man oft von Auswanderern hört, ist die Aussage, dass man mit der Situation und den Bedingungen zuhause unzufrieden und frustriert ist.
War ja bei Dir auch so bist ja schon zweimal zwischen Deutschland, und Chiang Mai gependelt da hat ja einiges nicht gepasst...;)
In dem Fall wäre es interessant, diese Dinge zu beleuchten, und die Gründe für die Idee oder den Entschluss zur Auswanderung kritisch zu hinterfragen. Ist es so, dass man in Thailand tatsächlich bessere Bedingungen für den eigenen Lebensentwurf vorfindet, oder ist es eher so, dass man vor Problemen flüchtet, die man letztendlich nur in ein anderes Land transportiert?

Vielleicht Material für die nächste Folge? :p
Interessante Frage ist es so gewesen...:D
 
Nochmal für mich gedacht.
Nach nunmehr gut 20 Jahren ist einiges gereift. Die Ehe mit meiner lieben Frau steht auf feste Säulen. Das obligatorische Haus steht. Bin in der Familie anerkannt, ob nun seitens der Schwiegereltern, den Geschwistern oder dem Sohn, der selbst eine eigene Familie hat. So sollte es sein. In deinem Video sprichst Du von den Dingen, die man hier in Europa gewöhnt sind, also ganz normal und von dem was man in Thailand vorfindet. Toiletten beispielsweise. Nun man braucht auch in Europa nicht allzuweit fahren um genau dieselben Zustände zu sehen. Wie schnell sich die Lebensweise und Art in Thailand in den den letzten beiden Jahrzehnten geändert hat, muss ich dir nicht erzählen. Ich sehe jedes Mal, wenn ich dorthin fliege die Unterschiede von zuvor sehe. In Teilen ist dies schon echter Wahnsinn. Auch das Leben auf dem Lande hat sich geändert und auch diese Menschen wollen Teilhaben am "schönen Leben", doch auch jeder weiß, dass ohne Geld nichts oder nur wenig läuft. Wobei wir wieder beim Geld sind und wer denkt, mit 1500 € Rente gut durchzukommen, wird erstaunt sein, dass man damit auch in TH keine großen Sprünge machen kann.
Wie viele Deutsche sind ausgewandert z.B. nur in Europa oder einen anderen christlich geprägten Kulturraum. Sicher sind mehr als die Hälfte gescheiterter und reumütig wieder zurückgekehrt. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, da keiner der Gescheiterten seine Blöße eingestehen will, zumal noch öffentlich.

Religion und Familie prägen insbesondere in Thailand das soziale Zusammenleben und Denken. Als Farang brauchst du nach meinen Erfahrungen mindestens !! 10-15 Jahre und eine sehr feste Beziehung zu einer/einem Thai, um überhaupt anerkannt zu werden. Bis dahin wirst du als Zahlmeister immer freundlich und zuvorkommend behandelt. Eben als finanzieller Unterstützer. Doch in Wirklichkeit kommst du in der Hierarchie der Familie noch hinter Hund und Katze. Denn das sind Familienmitglieder. Bis sich das ändert - dauert. Es ist ein langer Weg bis zur Anerkennung im sozialen Umfeld.
Doch die anfängliche oberflächliche Freundlichkeit der Thais täuscht. Zunächst bist du nur der Geldgeber.
Mache diesen Test, der dir sehr hilfreich sein wird:
Drehe den Geldhahn für 5-6 Monate zu. Schnell bekommst du Gewissheit über die Wahrhaftigkeit der Thai-Liebe. Wenn du diesen Selbsttest nicht bestehst, bist du Falsch für Thailand. Und sage bitte hinterher nicht, man hätte dich nicht gewarnt.

Erst nach längerem permanentem Zusammenleben ändert sich das. Da zählt kein 4-wöchiger Urlaub oder ständiges skypen.
HÜTE DICH dort zu heiraten, bevor du nicht die Familie mindestens 3 Jahre lang kennengelernt hast. Denn du heiratest nicht nur deine Geliebte oder die Angebetete - Thais gibt es nur im Gesamtpaket, zumal wenn du in Thailand leben willst.

In dieser Sache stimme ich mit @Andichan`s Ausführungen total überein.
Kenne persönlich etliche Bekannte in Pattaya und Phuket, die gescheitert sind. Nachdem sie kein Geld mehr und sich zudem verschuldet hatten, waren sie uninteressant für die vorher Angebetete. Aber das ist in jedem Thai Forum nachzulesen.
Falsche Vorstellungen, Liebe, die oft blind macht, und Urlaubserlebnisse im Land des Lächelns, die dem Farang falsche Hoffnungen machen.

Es ist davor zu warnen, nur aus Urlaubserlebnissen solch schwerwiegende nicht gut durchdachten Entscheidungen zu treffen.
Doch jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Etwas anderes und natürlich um etliches leichter ist es, wenn du als einsamer Wolf dort dein Vergnügen/Lebensabend suchst. Dann hast du nur noch mit der Bürokratie zu kämpfen.
 
Die Staatsbürgerschaft ist so gut wie ausgeschlossen, das geht leider nicht. Man kann ab 50 ein Rentnervisa beantragen mit einigen Voraussetzungen. Ich arbeite eine Arbeitserlaubnis und ein Business Visa. LG
Danke, wusste ich eigentlich schon. Wollte nur noch mal klar gestellt haben, daß ein "Auswandern" nach Thailand im Sinne von alle Brücken abbrechen, wohl so gut wie unmöglich ist.
Bei uns jedoch wird jedem, der sich nicht zu ungeschickt anstellt, völlig unverständlicherweise die Staatsbürgerschaft und das soziale Netz nachgeschmissen und er darf seinen alten Pass auch noch einfach behalten.

Hab mal die KI gefragt, es scheint keine vernünftige Datengrundlage zu geben;
geschätzte Anzahl von Deutschen, die eingebürgert wurden: 5700
Es wird allerdings kein Zeitraum angegeben.

Es gibt aber, außer man hat was ausgefressen, keinen Grund alle Brücken abzubrechen.
 
Natürlich kannst Du (Fast) alle Brücken abbrechen,nur die zum deutschen Reisepass,solltest Du behalten!

Und beim "Auswandern" spielt vor allem die finanzielle Lage eine Hauptrolle, danach evtl. das Alter..

Oder auch die eigene Gesundheit!
 
Es gibt aber, außer man hat was ausgefressen, keinen Grund alle Brücken abzubrechen.
Ja auch so einen Menschen habe ich in Pattaya kennen gelernt. Trafen uns vor ca. 10-15 Jahren in der Soi Buakhao im damaligen Lokal von Stefan im Blue Heaven.
Einer der Wenigen mit dem man sich inhaltlich gut unterhalten konnte. Er hat in D. einige Mio € am Finanzamt vorbeigeschleust und ist dann abgehauen. In Pattayas Nähe hat er ein Fuhrunternehmen mit mehreren Angestellten auf gemacht. Er selber fuhr einen Mercedes Benz 500. Beim letzten Mal als ich ihn sprach, redete er von seiner großen Freude endlich wieder seine Mutter in Deutschland besuchen zu können, da demnächst seine Strafsache verjährt. Das waren seine letzten Worte zu mir. Kurze Zeit später starb er. Ist keine 60 Jahre alt geworden. Auch von Stefan, dem Wirt, habe ich nur noch wenig gehört. Er flog raus, weil er den Pacht nicht mehr bezahlen konnte. Hat zwar in der Soi 13 wieder eine Übernachtungsherberge eröffnet, doch zwei Jahre später fand ich auch sie nicht mehr. Was Stefan (verheiratet mit einer Thai - 1 Tochter) jetzt macht - weiß ich nicht.
 
Wie viele Deutsche sind ausgewandert z.B. nur in Europa oder einen anderen christlich geprägten Kulturraum. Sicher sind mehr als die Hälfte gescheiterter und reumütig wieder zurückgekehrt. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, da keiner der Gescheiterten seine Blöße eingestehen will, zumal noch öffentlich.
Das ist fast immer der Fall, denn gerade eine Rückkehr kostet (wieder) viel Geld. Und wo will man wieder zurück? Irgendwo, fernab des deutschen Bekanntenkreises oder doch wieder zurück ins heimische?

Religion und Familie prägen insbesondere in Thailand das soziale Zusammenleben und Denken. Als Farang brauchst du nach meinen Erfahrungen mindestens !! 10-15 Jahre und eine sehr feste Beziehung zu einer/einem Thai, um überhaupt anerkannt zu werden.
Natürlich sind Religion und Lebensweise an erster Stelle zu sehen. Ich kenne eine Thai älteren Alters, hier in der Nähe, die darf zu Hause ihr thailändisches nicht zubereiten. Der Mann hat dies ihr verboten. Wahrscheinlich, da bestimmte Mahlzeiten ihren eigenen Geruch mitsich bringen, aber verbieten? Wozu heiratet er eine Thai, wenn ihm dann alles "stinkt"? Da diese Frau im Pflegeheim arbeitet bereitet meine Frau hin und wieder ihr ein paar Menüs zu, die ihr dann gebracht werden.

Meine Einstellung zu solchen Leuten ist nicht gerade positiv und ehrlich gesagt, ich verzichte auf ein n-heres Treffen mit ihn, sofern sich dies vermeiden lässt. Die Frau indes, die jeden Tag arbeiten geht, tut mir da schon etwas leid.

Bis dahin wirst du als Zahlmeister immer freundlich und zuvorkommend behandelt.
Das sehe ich in meinem Fall nicht so.

Eben als finanzieller Unterstützer.
Als Unterstützer ihrerEltern, natürlich. Es sind die Eltern der Ehefrau und das Selbe tue ich auch für meine Eltern. Was ist schlimm daran?
Sicher wisst Ihr wie viel die Alten Leute an Rente erhalten. Mit 70, 700THB, MIT 80, 800 THB u.s.w., das wars. Im übrigen ist es das Geld meiner Frau, was sie verdient, das zur Unterstützung ihrer Eltern gezahlt wird.

Für findige: Derart Unterstützungsleistungen können von der Steuer abgesetzt werden. Für 2024 sind es max. ca. 11000 €. Egal welche Seite der Familie und nicht nur auf die Eltern beschränkt sondern auf alle in der Familie bezogen, wenn diese über kein eigenes Einkommen verfügen.

Doch in Wirklichkeit kommst du in der Hierarchie der Familie noch hinter Hund und Katze. Denn das sind Familienmitglieder. Bis sich das ändert - dauert. Es ist ein langer Weg bis zur Anerkennung im sozialen Umfeld.
Nun, wenn Du hinter Hund und Katze in der Rangfolge stehst, dann tut mir das echt leid. Möglicherweise kommt es auch auf die Freundlichkeit gegenüber den Familienmitgliedern an, ob und auf welche Art man in die Familie integriert sind. Mein Stiefsohn sagt jedenfalls Papa zu mir, auch wenn ich nicht sein leiblicher Vater bin und er bekommt außer Geburtstagsgeschenke, mal was zu Weihnachten oder Besuchen keine ständigen finanziellen Hilfen. Ebenso sieht es bei meinem Enkel aus.

Doch die anfängliche oberflächliche Freundlichkeit der Thais täuscht. Zunächst bist du nur der Geldgeber.
Wie schon gesagt, es kommt immer darauf an, wie man mit der Familie umgeht. Wenn ich von Leuten höre, die sagen, dass denen die Familie der Ehefrau am Arsch vorbeigeht, der muss sich nicht wundern auch wie ein Arsch behandelt zu werden.

Mache diesen Test, der dir sehr hilfreich sein wird:
Drehe den Geldhahn für 5-6 Monate zu. Schnell bekommst du Gewissheit über die Wahrhaftigkeit der Thai-Liebe. Wenn du diesen Selbsttest nicht bestehst, bist du Falsch für Thailand. Und sage bitte hinterher nicht, man hätte dich nicht gewarnt.
Ich brauche diesen Test nicht machen. Ich selbst zahle kaum Geld, dies macht meine Frau von ihrem und zwar nach guter alter thailändischer Familientradition. Die Kinder sorgen für ihre Eltern, bzw. Großeltern. Ich kenne deine Familienverhältnisse nicht, aber eine Frage: Wie stehst Du zu der Familie deiner Frau/Mann?

Erst nach längerem permanentem Zusammenleben ändert sich das. Da zählt kein 4-wöchiger Urlaub oder ständiges skypen.
Das hatte ich ja auch geschrieben.
HÜTE DICH dort zu heiraten, bevor du nicht die Familie mindestens 3 Jahre lang kennengelernt hast. Denn du heiratest nicht nur deine Geliebte oder die Angebetete - Thais gibt es nur im Gesamtpaket, zumal wenn du in Thailand leben willst.
Also ich kannte meine Frau keine 3 Jahre oder zumindest nicht mit einem dreijährigen Zusammenleben. Hatte dies seinerzeit, als dieses Forum noch ein Forum im Namen war, gepostet. Und ja, natürlich spielt die Familie eine wichtige Rolle, genauso, wie hier in Deutschland.

In dieser Sache stimme ich mit @Andichan`s Ausführungen total überein.
Kenne persönlich etliche Bekannte in Pattaya und Phuket, die gescheitert sind. Nachdem sie kein Geld mehr und sich zudem verschuldet hatten, waren sie uninteressant für die vorher Angebetete. Aber das ist in jedem Thai Forum nachzulesen.
Falsche Vorstellungen, Liebe, die oft blind macht, und Urlaubserlebnisse im Land des Lächelns, die dem Farang falsche Hoffnungen machen.

Es ist davor zu warnen, nur aus Urlaubserlebnissen solch schwerwiegende nicht gut durchdachten Entscheidungen zu treffen.
Doch jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Etwas anderes und natürlich um etliches leichter ist es, wenn du als einsamer Wolf dort dein Vergnügen/Lebensabend suchst. Dann hast du nur noch mit der Bürokratie zu kämpfen.
 
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