Bilder daheim aus Deutschland

Green Paddy Frog? Ist der tatsächlich blau/türkis oder hat die Kamera die Farbe verfremdet?
Das ist die Originalfarbe des Frosches. Wieso sollte ich den Frosch so einfärben. Bisher wusste ich gar nicht, daß ich so was in meinem Teich habe.
Seit über zwanzig Jahren gestern bewusst gesehen. Und auch nur einer - leider.
 
Gehört beim Teichfrosch (R.esculenta) zum Farbspektrum ist aber seltener
Richtig AfD - blau können die Männer vom Moorfrosch ( Rana arvalis ) sein
 
Die Tomaten und Gurken waren Preisbeispiele, wie sich die Erzeugerpreise im Supermarkt wiederspiegeln. Was meist du wieso ich das Zeugs im eigenen Garten anbaue. Allein eine Jungpflanze kostet beim Gartencenter Dehner 3,99 € pro Stück. Ich habe mir 7 Tomaten, 3 Schlangengurken, 5 Zucchini sowie jeweils 3 Chillies und Paprika geleistet. Auf die Ernte hochgerechnet könnte ich mir alle Sachen im Feinschmeckerladen billiger und vielleicht sogar geschmackvoller leisten. Doch wie teuer darf ein Hobby sein?
Mir ist es das wert. Zu sehen wie sich die Pflanzen und Früchte entwickeln und wie sie hinterher bewußt genußvoll verzehrt werden. Viele Menschen kennen heute den natürlichen Geschmack von Gemüse gar nicht mehr. So eine Cherrytomate direkt vom Strauch ein Hochgenuß. Auch meine verschiedenen Salate schmecken nach was. Doch die meisten lieben den leicht bitteren Geschmack gar nicht. Deshalb ist das natürliche Aroma beim Chiroree wie auch bei vielen anderen Salaten bewußt unterdrückt bzw. weg gezüchtet worden. Mein Chicoree schmeckt noch natürlich wie alle anderen Dinge aus meinem Garten. Unverändert - so wie die Natur die Pflanze schuf.

Was den Wein anbelangt meinte ich den Originaleinkaufspreis beim mir bekannten Weinbauern - nicht im Restaurant. In Bad Kreuznacher Feinschmeckertempeln bekommst du solch ein Tröpfchen 1. nur auf Vorbestellung und 2. nicht unter 150 €.

Was dein Moselaufenthalt anbelangt freue ich mich schon auf schöne Bilder von dir. Eine wunderschöne Gegend die ich mit meiner Thai-Frau oft besuche. Sind ja nur knappe 100 km von mir entfernt. Immer für einen schönen Wochenendausflug gut.
Mit Bildern kann ich leider nicht dienen, da ich nicht fotografiere, noch nie gemacht, das tut mir jetzt sehr leid.
Die Gegend ist wirklich sehr schön und man sieht dort auch sehr viele Thais :love:
 
Beim Betrachten der Fotos frage ich mich immer wieder was kann einen Vietnamesen noch bewegen in der heutigen Bundesrepublik zu leben? klar zehntausende sind in die DDR gekommen um eine Ausbildung zu machen und haben nach dem Anschluß dann auch hier gearbeitet und Kinder bekommen. Aber schon mit den Neunzigern sind viele wieder zurück. Wir haben seinerzeit deren Rentenauszahlungen besorgt und von im Schnitt fünf bis achttausend DM haben sie in Vietnam eine neue Existenz von der kleinen Landwirtschaft bis zum Hotel in Pan Thiet oder Da Nang aufgebaut. Anh aus Berlin oder auch Hung aus Magdeburg haben mit Imbißketten in vielen Einkaufszentren Mitteldeutschlands oder unterschiedlichsten Gastronomiebetrieben was geschaffen, aber sobald genug Geld verdient wurde gings ab in die warme Heimat. Wir Deutschen sind ja auch gern da und viele träumen vom Leben in Südostasien.
 
Ja, in den Neunzigern gab es ein Rückführungsabkommen.
Etliche der Hiergebliebenen haben danach noch an Rückkehr gedacht, das aber auf den "Sankt Nimmerleinstag" verschoben.
Heute ist das kein Thema mehr - überhaupt nicht.

Träume richten sich immer in die Ferne - bei uns und bei denen. ;)

Und ein Stück Heimat bietet die Auslandsgemeinde mit vielfältigen Aktivitäten. Das sind ja kaum nur vereinzelte binationale Ehefrauen.
 
Ja, in den Neunzigern gab es ein Rückführungsabkommen.
Etliche der Hiergebliebenen haben danach noch an Rückkehr gedacht, das aber auf den "Sankt Nimmerleinstag" verschoben.
Heute ist das kein Thema mehr - überhaupt nicht.

Träume richten sich immer in die Ferne - bei uns und bei denen. ;)

Und ein Stück Heimat bietet die Auslandsgemeinde mit vielfältigen Aktivitäten. Das sind ja kaum nur vereinzelte binationale Ehefrauen.
Das ist doch bei den Türken, Spaniern, Portugiesen, Griechen, Italiener und Jugoslawen
Ähnliche. Warum auch nicht.
 
Wir haben seit 1991 über fünfzig selbständige Vietnamesen krankenversichert und Hut ab, der Weg von den polnischen Zigaretten mit mehreren Bandentoten über Chinarestaurants, Blumenläden, Nagelstudios und Spätverkaufsstellen, bis hin zu Immobilienbesitzern und Gründern von Unternehmen wie FLIXBUS ist gelungen. Deren Kinder haben zu 70% das Abitur gemacht und sind heute als junge Zahnärzte, Rechtsanwälte und selbst Politiker links und auch rechts angekommen. Aber die Familie, die Heimat, das gute Essen, die warmen Winter und das leichte asiatische Leben fehlen. Sagt man in Vietnam auch Sanuk, der ist doch in der BRD äußerst begrenzt. Was also hält hier, wenn man den Sack auch finanziell schon zu hat?
 
Familie und das "gute" vn Essen hat man hier sehr wohl. Jede Hausfrau hat da ihre Spezialitäten. Ich nenne Besuche bei Freunden auch "Essen-Fremdgehen". Die Zutaten sind bekanntlich in Asiamärkten mannigfaltig vorhanden. Ausgesprochenes Heimweh ist längst verflogen - nach Jahrzehnten, inzwischen mit 1 und schon 2 Nachfolgegenerationen. Man verläßt seine Kinder und Enkel nicht, während die Großeltern in VN sukzessive sterben.
Sanuk heißt in VN ăn chơi (wörtlich übersetzt "Essen-Spielen"), eine Leidenschaft der auch in D gefrönt wird. Ich bin gern dabei.

Die haben sich tatsächlich so sehr integriert (nicht assimiliert!), daß die alte Heimat sekundär ist.
Gesellschaftliche Probleme der neuen Heimat können die genauso ausklammern wie deutsche Expats die Probleme der Thailänder.

Diesen Drang von Binationalen, spätestens im Rentenalter nach SOA auszuwandern, gibt es bis auf seltene Ausnahmen nicht. Wenn überhaupt, dann wird in noch jungen Jahren ausgewandert.
 
.... So folgen eher dt Frauen ihren vn Männern. In unserem Bekanntenkreis gab es solch einen Fall: Die dt Frau hatte in Leipzig Vietnamistik studiert und ist inzwischen längst "vietnamisiert". Deren Kinder erst recht. Doch die Mutter kam mit den Kindern jahrelang zurück nach D. Nicht wegen Eheproblemen, sondern wegen der Schulausbildung.
 
Das ist ein Punkt, die immer noch kostenlose Bildung zieht oder hält in der Bundesrepublik und dann wartet man bis die Kinder raus sind und irgendwann ist man selbst zu alt, das Leben ist fast vorbei und dann bleibt nach viel Schönrederei nur noch die Suche nach einem Friedhofsplatz.
 
In der Hinsicht, wohl dem, den es nur zu Besuch nach SOA zieht und dem, der beizeiten auswanderte.
Jeder nach seiner Facon.
 
................. Aber die Familie, die Heimat, das gute Essen, die warmen Winter und das leichte asiatische Leben fehlen. Sagt man in Vietnam auch Sanuk, der ist doch in der BRD äußerst begrenzt. Was also hält hier, wenn man den Sack auch finanziell schon zu hat?

Würde die nach Vietnam passen?

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Nur ein Beispiel einer Bekannten, das gerade zur Verfügung stand.
 
Das war nur eine Illustration.

Wirkt nicht auch bei den Thais über die Jahre eine gewisse Entfremdung?

Mai stellt fest, daß sie sich mit guten Freunden seit der Studienzeit in Leipzig in manchen Grundsätzen nicht mehr versteht. Sie blendet das aus, weil es nicht wert ist, mit Freunden aus der Distanz zu streiten.
Noch mehr wirkt die Entfremdung gegenüber Leuten, die VN nie verlassen haben (Das hat nichts mit "Weltläufigkeit" zu tun, ist keine Überheblichkeit).

Eine kulturelle Entfremdung findet dabei nicht statt. Im Gegenteil: Man feiert das Vietnamesische, privat und im Verein, vielleicht intensiver als wenn Einem das ganz heimatlich umgibt.
 
P.S.: Mai 1991, am Ende des ersten Familienbesuchs nach 10 Jahren: "Es war wunderbar - Aber ich könnte hier nicht mehr leben".
Ich war lange in Nachwuchsfussball als Trainer tätig.
Ein Italiener, als Kind nach Deutschland gekommen, ging mit seinen Eltern als 16 jähriger jugendlicher zurück nach Italien.
Er sagte zu mir, hier bin ich Italiener und in Italien der Deutsche
Die Bindung entsteht meiner Meinung nach mit dem Aufenthalt und den gefundenen Freunden.

Deshalb finde ich den Beitrag von Micha L.
Wirklich zutreffend
 
Mai will gar keine Deutsche sein. In VN (sicherlich nicht nur dort) gilt immer noch das Abstammungsprinzip. Daran ändern auch Staatsbürgerschaften nichts. Sie ist Auslandsvietnamesin (so sind Auslandschinesen eine offizielle Kategorie).
Der deutsche Ex-Minister Rösler, der als Säugling in eine deutsche Familie kam und mit VN nichts im Sinn hatte - den feierten die Vietnamesen als "Einen der ihren", der es im Ausland zu etwas gebracht hat.
 
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