Wenn ein privater für einen Ziegelstein x € bezahlt, dann bezahlt der Staat 3*x € für den selben Ziegelstein.
Auch eine (legale) Form der Steuerrückerstattung.
Nun ja: heisst ja nicht, dass den Mann bewundere oder seine Sicht teile
Ist klar.
Nicht nur Marxisten, sondern die gesamte Linke, und damit meine ich nicht die gleichnamige Partei, wittert das Ende des Kapitalismus im 21ten Jahrhundert. Ein Thema dass sich dem Ende des Westens trifft. Die Kongruenz dieser Probleme ist offensichtlich, da die meisten westlichen Nationen ein lang andauernde kapitalistische Wirtschaftsordnung haben. Nach marxistischer Lesart mündet ein überalteter, überzogener Kapitalismus in der Revolution des Proletariats. Nach kontemporärer Lesart mündet er in einem System, dass der griechische Ökonom Yanis Varoufakis Technofeudalismus nennt. Das ist ein Art supranationale oligarchische Ordnung in der die Macht in der Hand von wenigen Technologie-Konzernen liegt, die globale Marktmonopole besitzen.
Nach Varoufakis hat die Digitalisierung von Kommunikation, Handel, und Wirtschaft zur Folge dass traditionelle Märkte durch Plattformen ersetzt werden. Wie mittelalterliche Grundherren, die öffentliches Land für sich erobern, einzäunen und aufteilen, beherschen Tech Unternehmen digitale Räume und erwirtschaften enorme Profite durch die sog. Cyber-Lehen von denen ihre Nutzer (Individuen und Firmen) abhängig sind. Deren "Cloud-Kapital" wird nicht durch traditionellen Handel erwirtschaftet, sondern durch Mieten, Abonnements und Gebühren für digitale Dienstleistungen, sowie durch das Datenkapital, dass die Nutzer selbst beisteuern. Algorithmen fungieren dabei als "feudale Wachen", die subtil steuern, was Nutzer sehen, kaufen und preisgeben.
Die Kritik am Kapitalismus kommt nicht nur von Marxisten, sondern auch zum Beispiel aus der Degrowth Bewegung, hier z.B. ein Plädoyer des politischen Autors und Universitätsprofessors Jason Hickel.