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Damit falle Ryanairs Gesamtkapazität in Deutschland unter das Niveau des Winters 2024/25. "Solange die Regierung die exorbitante Luftverkehrssteuer, die weiter steigenden Flugsicherungs-, Sicherheitsgebühren und Flughafenkosten nicht senkt, wird der deutsche Luftverkehr weiter zurückfallen", sagte Brady.
Billigflieger machen den Abflug
Neben Ryanair suchen auch andere Billigflieger wie Easyjet und Wizz Air Alternativen zu Deutschland und haben hier ihr Flugangebot verkleinert. Das Regierungsbündnis aus CDU und SPD hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, die Standortkosten rund ums Fliegen zu senken. "Die luftverkehrsspezifischen Steuern, Gebühren und Abgaben wollen wir reduzieren und die Erhöhung der Luftverkehrsteuer zurücknehmen", heißt es etwa. Allerdings konnten sich die Verkehrspolitiker zuletzt nicht durchsetzen, da die Koalition derzeit andere Prioritäten hat.
Auch im Bundeshaushalt für 2026 gibt es kein Signal für eine Trendwende bei den Kosten in der Luftfahrt - dies sorgte in der Branche jüngst erneut für Ernüchterung. "Es ist äußerst enttäuschend, dass die neu gewählte deutsche Bundesregierung ihr Versprechen, die schädliche Luftverkehrssteuer und die enorm hohen Zugangskosten zu senken, die Deutschlands Luftfahrtsektor massiv belasten, bereits gebrochen hat", sagte Brady.
Deutschland hinkt auch wegen der hohen Kosten bei der Aufholjagd der Luftfahrt seit der Corona-Pandemie massiv hinterher und hat - anders als die meisten Länder in Europa - das Vorkrisen-Niveau von 2019 noch nicht erreicht. Andere "wettbewerbsfähigere europäische Länder" hingegen profitierten vom starken Verkehrswachstum Ryanairs - "auf Kosten Deutschlands", erklärte Brady.
aus:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ryanair-stellt-24-Deutschland-Strecken-ein-article26099080.html