Pflegeversicherung - Zuschlag für Kinderlose

Wenn man meint Xi Xi Ping oder Putin fallen ein, dann nicht oder wenn man ganz sicher weiß niemals Pflegefall zu werden. Die Schadensstatistiken der Versicherer zeigen 50% der Achtzigjährigen haben einen Pflegegrad. Hat man nur die 1800€ von der GKV dann laufen Monat für Monat mindestens 1200€ Schulden auf, die man den Erben überläßt. Abgerechnet wird im Ablebensfall, wenn das Sozialamt seine Forderung aufmacht. Ist einem auch das egal, dann brauch man keinen privaten Pflegezusatz.
 
Wie paßt das zusammen.
Beim ärmsten Bundesland mit der höchsten Arbeitslosigkeit in Deutschland von 11,5%
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haben sie noch einen weiteren Rekord zu verzeichnen:

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aus: Spiegel Ausgabe 23 vom 29.05.2026

Der höchste Eigenbeteilung für die Pflege mit 3963€ noch vor den anderen Stadtstaaten Hamburg 3580€ oder Berlin mit 3565€.
Und da sich das die Meisten im bettelarmen Bremen nicht leisten können tritt folgendes Verfahren in Kraft.

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Warum ist im ärmsten Bundesland die Pflege am teuersten?
Wird in Bremen wirklich am meisten geboten?
Was der Michel nicht weiss.
Die Bürger in den reicheren Bundesländern zahlen über den Länderfinanzausgleich diese Kosten zum Teil mit.

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Zwar erhält Bremen nur Schlappe 770,8 Mio EURO doch beim kleinsten Bundesland mit nur 705.000 Einwohnern kann jeder ausrechnen was jeder Bremer-Bürger durchschnittlich aus dem Länderfinanzausgleich jährlich erhält. Ca. 1100 Euro für jeden Bürger jährlich.
 
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Der Wirtschaftsweise Achim Truger sieht die Belastungen bei der geplanten Pflegereform höchst ungleich verteilt. Mit den Maßnahmen, die im gestern vorgelegten Referentenentwurf enthalten seien, würden die Eigenanteile der Pflegebedürftigen weiter steigen. "In der Folge wird auch die Sozialhilfequote weiter ansteigen." Truger kritisiert: "Dem Ziel konstanter Beitragssätze wird alles untergeordnet."
Achim Truger: Wenn man auf die eingesparten Summen schaut, machen die Mehreinnahmen ungefähr ein Viertel aus, die Kürzungen drei Viertel. Über eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze gibt es Belastungen für Besserverdiener, auch die Kinderlosen sollen etwas stärker belastet werden. Wer gar nicht belastet wird, aber deutlich stärker belastet werden müsste, das ist der Bund. Gleichzeitig wird der Kürzungshammer rausgeholt.

Und schließlich sollen die Pflegekassen künftig weniger Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zahlen. Auch sinnvoll?
Das ist eine der ziemlich plumpen Kürzungsmaßnahmen in diesem Referentenentwurf. Die Übernahme der Rentenversicherungsbeiträge durch die Pflegekassen hat ja einen Sinn: Pflegende Angehörige sollen entlastet werden, und es soll einen Anreiz geben, die Pflege zu übernehmen. Wenn das eingeschränkt wird, erzielt man genau den gegenteiligen Effekt. Das ist keine kluge Maßnahme.
Verbände fordern seit Jahren, dass der Bund die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige übernimmt.
Ich gehöre zu jenen, die das für richtig halten. Es gibt aber auch die Gegenposition. Interessant finde ich, dass der Referentenentwurf sich für keine der beiden Seiten entscheidet, sondern die Rentenbeiträge einfach kürzt. Das ist wirklich der schlechteste aller möglichen Wege.
""""
aus: https://www.n-tv.de/politik/Wirtsch...ge-Plan-einen-Kuerzungshammer-id30895293.html


Und wieder machen sich Beamte einen schlanken Fuß:
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Und wie gehts weiter im Deutschland des Michel und seiner Micheline?

Und wieso die Politiker lügen. Beispiel: Die Rente ist ein Generationenvertrag

Politisch gehören die Beamten, Selbständigen und teilweise Besserverdienenden nicht zu irgendeiner Generation
Sie beteiligen sich nicht oder nur teilweise (Besserverdienende) an diesem Vertrag. Sind also nicht Teil der zahlenden Bevölkerung.
Schon komisch nicht wahr. Doch der Michel schnallt es nicht, da er selber wahrscheinlich nicht weiß was eine Generationen ist. Deshalb kann man ihn auch für dumm verkaufen - von wegen Generationenvertrag der gar keiner ist,
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Beamteneltern dürften nach dieser Logik keine DRV Rente bekommen
welche weiteren Folgen der "NICHT-Generationenvertrag" hat will ich hier gar nicht ausführen. Das würde zu einem unendlichen Rattenschwanz nicht nur bei den Beamten vielmehr noch bei den Selbständigen und Scheinselbständigen führen. Ganz zu schweigen von den versicherungsfremden Leistungen die der Staat der DRV-Rentenkasse noch entnimmt.
 
#+
Und so sieht die Pflegereform aus Sicht der Arbeitgeber aus. Interessant, daß auch sie die Staatsentnahmen - die sogenannten versicherungsfremden Leistung bemängeln


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Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger zu den Reformplänen der Pflegeversicherung:

Pflegeversicherung reformieren – sonst droht der finanzielle Crash

Berlin, 5. Juni 2026. „Immer mehr Pflegebedürftige, immer weniger Beitragszahler – ohne Reform droht der Pflegeversicherung der finanzielle Crash. Die Pflegeversicherung braucht eine strukturelle Neuordnung. Es geht darum, die Mittel gezielt dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden – um Qualität und Verlässlichkeit in der Pflege dauerhaft zu sichern.

Deshalb ist es richtig, die Leistungen stärker auf diejenigen zu konzentrieren, die besonders lange und intensiv auf Pflege angewiesen sind. Bundesministerin Nina Warken schlägt hier die richtige Richtung ein.

Die Finanzlöcher durch eine Beitragspflicht für Minijobs und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze zu stopfen, ist jedoch der falsche Weg. Damit werden die Arbeitgeber noch einmal um 2 Mrd. € zusätzlich belastet. Anstatt Arbeit auf diese Weise noch weiter zu verteuern, müssen weitere Leistungsanpassungen in der Pflegeversicherung erfolgen.

Den Bundeszuschuss weiter auszusetzen und dafür in den Pflegevorsorgefonds zu greifen, der die Beitragslasten in der Zukunft abfedern soll, ist unverantwortlich gegenüber nachkommenden Generationen. Wir brauchen einen verbindlichen Nachhaltigkeitsmechanismus, der den Anstieg der Pflegeleistungen bremst, wenn künftig immer mehr Pflegebedürftige auf immer weniger Beitragszahler kommen. Außerdem müssen versicherungsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln finanziert werden – statt sie weiter den Beitragszahlern aufzubürden.

Jetzt entscheidet sich, ob die Bundesregierung den Mut zu einer echten Strukturreform hat. Nur so sichern wir gute Pflege, ohne die Beiträge weiter nach oben zu treiben.“

aus: https://arbeitgeber.de/pflegeversicherung-reformieren-sonst-droht-der-finanzielle-crash/

Und welches sind diese "fremden Leistungen" die aus der Pflegekasse bezahlt werden?

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Hatte vorhin aufgeschnappt, dass man im Schnitt im Pflegeheim keine 3 Minuten pro Insassen und Tag an Pflegezeit aufwendet. Dafür ist es dann doch gewaltig überteuert ! Und werden die überhaupt geduscht oder gewaschen ?
 
Hatte vorhin aufgeschnappt, dass man im Schnitt im Pflegeheim keine 3 Minuten pro Insassen und Tag an Pflegezeit aufwendet. Dafür ist es dann doch gewaltig überteuert ! Und werden die überhaupt geduscht oder gewaschen ?
Das mag eventuell ein seltener Fall sein, bestimmt nicht die Regel.
Meine Mutter ist im Vitanas am Schillerplatz, definitiv genug und freundliches Personal, bei Anzahl der Insassen auf der Etage durch die Pfleger, liegt die Pflegezeit bei 6min/h/Insasse.
 
Der Lebensgefährte der Mutter war im Rudolf-Frieling-Haus in Dresden, einem christlichen, antroposophisch geführten Heim. 2800€ beträgt der Eigenanteil, wofür man in einer parkähnlichen Anlage lebt, gut gepflegt von fast durchweg deutschem Personal, mit schmackhafter sächsischer Küche und viel abwechslungsreichen Veranstaltungen. Leider haben wir ihn zulange zuhause gepflegt, so das wir dann als es nicht mehr ging auf einen Heimplatz warten mussten. Hier muss man selbst in der Vorbereitung aufs Alter klären, wann man besser in ein Heim geht und nicht egoistisch den Angehörigen zur Last fällt.
 
Hatte vorhin aufgeschnappt, dass man im Schnitt im Pflegeheim keine 3 Minuten pro Insassen und Tag an Pflegezeit aufwendet. Dafür ist es dann doch gewaltig überteuert ! Und werden die überhaupt geduscht oder gewaschen ?
Das kommt ganz darauf an, was ärztlich verordnet ist. Einer der wichtigsten Grundsätze ist, Ressourcen zu erhalten. Also jemanden alles selber machen lassen, was geht. Was nicht geht, lässt sich auch nicht in ein paar Pflegegrade pressen, ist individuell. Geduscht werden ist wegen Sturzgefahr eine der Tätigkeiten, die fast jeder Heim-Insasse in Anspruch nehmen muss, selbst wenn er ohne Rollator laufen kann. I.d.R. wöchentlich. Manche waschen sich täglich selber, manche mit Hilfe, manche (noch mobil) im Toilettenstuhl komplett durch Pflegekraft, manche (bettlägrig) komplett im Bett. Die werden natürlich gar nicht mehr geduscht, da sie im Bett von Kopf bis Fuss gewaschen werden.

Für jede Pflegetätigkeit gibt es Zeittabellen zur Abrechnung. Dabei ist die eigentliche Pflege-Tätigkeit nur ein Teil der Arbeit. Den Pflegewagen (mit Verbrauchsmaterialien, Wäschekorb, Abfall) leeren bzw. auffüllen, Urinbehälter oder Bettpfannen leeren kommt dazu, und vor allem die Dokumentation, wo jeder Furz protokolliert wird (z.B. Bilanzierung der Flüssigkeitsaufnahme anhand der Ausscheidungen). Oder die Medizingabe, die im Vier-Augenprinzip (zur Fehlervermeidung) vorbereitet wird. Also eine ganze Batterie an Pillen in die Dispenser sortieren. Und alte Leute bekommen VIELE Tabletten, oder Insulin, oder andere Spritzen.

Dann gibt es zwischen allen Schichten so ca. 15min Übergabe-Gespräche, wo alle erfahren, was mit jedem Bewohner ausser der Reihe passiert ist (Stürze, Arztbesuche, oder Stimmungen usw.). Oder Veränderungen, die man durch Pflegewissen beurteilen kann, wie Hautbild gelb gleich Leber, Augen-, Lippenfarbe blau bei COPD gleich zu wenig Sauerstoff. Und damit es nicht langweilig wird, meldet sich garantiert irgendjemand krank, hat oder wird gekündigt, oder fängt ganz neu an und kennt noch niemanden, sodass wieder improvisiert werden muss, eine Pflegekraft evt. von jetzt auf gleich die Stations-Küche schmeissen muss. Alle paar Wochen gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungen.

Wenn man beim Besuch eines Angehörigen nur auf dem Zimmer ist, und das auch nur in der ruhigen Nachmittagszeit, kann man ja mal überlegen, zu anderen Zeiten zu kommen, in Sitzecken ausserhalb zu klönen, evt. mit Personal, um überhaupt mal einen Eindruck vom Leben im Heim zu bekommen. Scheinbar herrschen da recht weltfremde Vorstellungen, wie (pauschal in den Raum geworfene) 3min Pflegezeit pro Bewohner.

Ich habe der Einfachheit halber das generische Maskulinum verwendet, obwohl bestimmt 4 von 5 Insassen weiblich sind.
 
Danke für die Info. Mein Vater wurde kürzlich 90, inzwischen Pflegegrad 4 mit Parkinson, daher extrem langsamer Gang. Wir wohnen ebenerdig, von daher ist der Weg nach draussen immer noch gut machbar, auch wenn der eine Zentimeter bei den Türschwellen inzwischen echt ein Hindernis geworden ist.
Im Heim wäre er sicher ein schwieriger Fall, kann inzwischen nur noch geführt kurze Strecken gehen und hätte wohl ein hohes Sturzrisiko.
Seine Tabletten kann er auch nicht selbständig nehmen aber wenn er versorgt ist kann man ihn durchaus ein paar Stunden alleine in seinem Pflegebett lassen.
Heime in der Nähe liegen hier im Grossraum MUC bei etwas über 3500 Eigenanteil, da hatte ich vor einem Monat mal ein paar Beispiele im Deutschlandthema eingestellt, das könnte er sich mit seiner A 15 Pension zwar leisten, im letzten Winter war er sogar noch mit in Thailand dabei aber das war sicher das letzte Mal...
 
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Der Michel und seine Micheline wollen das so !!! Kein Protest kein Widerstand außer ein paar warmen Worten des Bedauerns.
Wer die wählt, die momentan das Sagen haben will es so und nicht anders.

Und immer das unsägliche Geschwätz von zwei Arbeitende versorgen einen Rentner. Und dann noch die höhere Lebenserwartung.
Daher müssen wir alle länger arbeiten - möglichst noch bis fünfundsiebzig um die höhere Lebenserwartung auszugleichen.

Hoffentlich gibt es dann keine SPD mehr, die dieses System gecrasht hat. Sie hat den größten rentenpolitische Fehler in der Geschichte überhaupt begangen. Zu Lasten der restlichen GKV Versicherten.
Nach 45 Jahren Arbeit mit entsprechenden Anrechnungszeiten ( also nicht wirklich 45 Jahre Arbeit) kann oder konnte 2 Jahre früher in Rente gehen - und das ohne Abschläge. Bedeutet im Umkehrschluss auch zwei Jahre lang kürzer in die Rentenkasse einzahlen

Was das bedeutet hat der Michel überhaupt nicht begriffen. Mehrere Faktoren die sich verheerend auswirken.
1. leisten können sich diesen Luxus meist gut verdienende Facharbeiter (-> Facharbeitermangel). Die weniger verdienenden müssen weiter malochen.
2. Den Frührentnern werden rententechnisch zusätzlich zwei Lebensjahre der Rentenverlängerung geschenkt.
3. durch die höhere Lebenserwartung und bessere medizinische Versorgung haben wir biologisch gesehen zwangsläufig mehr Pflegebedürftige.
4. Die Eisbergspitze der Kosten für die Pflege ist schon deutlich sichtbar. Müssen wir bald 8%-10% dafür berappen???

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Dabei gibt es Lösungen:
Andere Nachbarländer wie Österreich, die Schweiz oder die Niederlande machen es vor. Und alle haben höhere Renten als wir.

Daß auch sie mit der höheren Lebenserwartung zu kämpfen haben ist klar, doch wenn ausnahmslos ALLE ein jeder nach seinem Verdienst in eine Rentenkasse einzahlen ist dieses Problem sehr viel kleiner.

Andere machen es erfolgreich vor.
 
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