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Sammy33
Guest
Das Elend der Briefzusteller
Presseinformation REPORT MAINZ, 26. Januar 2007
Deutsche Post warnt vor dramatischen Auswirkungen des Preisdumpings im Briefmarkt für 80.000 eigene Zusteller
Post-Vorstand Walter Scheurle befürchtet Lohnkürzungen, schlechtere Arbeitsbedingungen und staatliche Transferzahlungen
Mainz. Lohndumping auf dem hart umkämpften Briefmarkt in Deutschland könnte bald dramatische Konsequenzen für die 80.000 Post-Briefträger in Deutschland haben. Gegenüber dem ARD Politikmagazin REPORT MAINZ erklärte Post-Vorstand Walter Scheurle, wenn dieser Entwicklung kein Riegel vorgeschoben werde, dann befürchte er „sehr, sehr niedrige Löhne, sehr viel schlechtere Arbeitsbedingungen, das hieße möglicherweise auch Inanspruchnahme von staatlichen Transferzahlungen“. Scheurle bemängelt, dass bei neuen Briefdienstleistern schon heute Mitarbeiter von ihrem Einkommen nicht mehr leben könnten und auf die Unterstützung des Staates angewiesen seien.
Er kritisiert dabei vor allem die Arbeit der Bundesnetzagentur. Sie vergibt Lizenzen an die neuen Postfirmen und kann diese laut Postgesetz versagen, wenn der Antragsteller die „wesentlichen Arbeitsbedingungen“ der Branche unterschreitet. „Die Bundesnetzagentur hat aus meiner persönlichen Sicht, aus meiner tiefsten Überzeugung, ihren Job nicht gemacht und ist deshalb dringlich aufgefordert, umzudenken“, so Scheurle gegenüber REPORT MAINZ. Deshalb sei sie mitverantwortlich für die schwerwiegende strukturelle Fehlentwicklung bei Löhnen und Arbeitsbedingungen im Briefsektor.
Scheurle stützt sich bei seiner Argumentation auf ein Gutachten, das im Auftrag der Gewerkschaft Verdi erstellt wurde. Demnach verdienen Briefzusteller im Westdeutschland im Durchschnitt 1.169 Euro brutto, in Ostdeutschland sogar nur 985 Euro. Die Post dagegen zahlt Tariflöhne in Höhe von 1.978 Euro.
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, weist die Vorwürfe zurück: „Der Gesetzgeber hat uns nicht die Befugnis gegeben, dem Lizenznehmer zum Beispiel zur Auflage zu machen, bestimmte Löhne in einer bestimmten Höhe zu zahlen.“
Aufgrund der öffentlichen Diskussion prüft die Behörde derzeit auch die Frage nach der Lohnhöhe. Dazu hat sie Informationen von ihren Lizenznehmern angefordert
Quelle:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/sgpaia/index.html
Wer gestern Abend den bericht im Fernsehen gesehen hat, kann nur noch mit dem Kopf schütteln.
Familien - Vater mit 1 Kind verdient in Berlin als Briefzusteller bei einer 40 Std. Woche 1.169. !!
Im März dieses Jahr kommt es zu einer neuen Ausschreibung vom Land Berlin, zwecks Briefzustellung.
Dadurch das es eine neue Ausschreibung kommt, wurde dem Familien-Vater als Briefzusteller zum März gekündigt.
Damit das Unternehmen noch mithalten kann, wurde dem ganzen
Personal erstmal gekündigt. Zu diesem Tarif von 1.169 Euro.
Neu Einstellung dann zu einem anderen Tarif, wo ziemlich darunter liegt.
Nun frage ich mich , wer geht denn da noch mit Motivation zur Arbeit.
In paar Jahren haben wir dann nur noch 1 Euro Jobs
??
:zorn:
Sammy
Presseinformation REPORT MAINZ, 26. Januar 2007
Deutsche Post warnt vor dramatischen Auswirkungen des Preisdumpings im Briefmarkt für 80.000 eigene Zusteller
Post-Vorstand Walter Scheurle befürchtet Lohnkürzungen, schlechtere Arbeitsbedingungen und staatliche Transferzahlungen
Mainz. Lohndumping auf dem hart umkämpften Briefmarkt in Deutschland könnte bald dramatische Konsequenzen für die 80.000 Post-Briefträger in Deutschland haben. Gegenüber dem ARD Politikmagazin REPORT MAINZ erklärte Post-Vorstand Walter Scheurle, wenn dieser Entwicklung kein Riegel vorgeschoben werde, dann befürchte er „sehr, sehr niedrige Löhne, sehr viel schlechtere Arbeitsbedingungen, das hieße möglicherweise auch Inanspruchnahme von staatlichen Transferzahlungen“. Scheurle bemängelt, dass bei neuen Briefdienstleistern schon heute Mitarbeiter von ihrem Einkommen nicht mehr leben könnten und auf die Unterstützung des Staates angewiesen seien.
Er kritisiert dabei vor allem die Arbeit der Bundesnetzagentur. Sie vergibt Lizenzen an die neuen Postfirmen und kann diese laut Postgesetz versagen, wenn der Antragsteller die „wesentlichen Arbeitsbedingungen“ der Branche unterschreitet. „Die Bundesnetzagentur hat aus meiner persönlichen Sicht, aus meiner tiefsten Überzeugung, ihren Job nicht gemacht und ist deshalb dringlich aufgefordert, umzudenken“, so Scheurle gegenüber REPORT MAINZ. Deshalb sei sie mitverantwortlich für die schwerwiegende strukturelle Fehlentwicklung bei Löhnen und Arbeitsbedingungen im Briefsektor.
Scheurle stützt sich bei seiner Argumentation auf ein Gutachten, das im Auftrag der Gewerkschaft Verdi erstellt wurde. Demnach verdienen Briefzusteller im Westdeutschland im Durchschnitt 1.169 Euro brutto, in Ostdeutschland sogar nur 985 Euro. Die Post dagegen zahlt Tariflöhne in Höhe von 1.978 Euro.
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, weist die Vorwürfe zurück: „Der Gesetzgeber hat uns nicht die Befugnis gegeben, dem Lizenznehmer zum Beispiel zur Auflage zu machen, bestimmte Löhne in einer bestimmten Höhe zu zahlen.“
Aufgrund der öffentlichen Diskussion prüft die Behörde derzeit auch die Frage nach der Lohnhöhe. Dazu hat sie Informationen von ihren Lizenznehmern angefordert
Quelle:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/sgpaia/index.html
Wer gestern Abend den bericht im Fernsehen gesehen hat, kann nur noch mit dem Kopf schütteln.
Familien - Vater mit 1 Kind verdient in Berlin als Briefzusteller bei einer 40 Std. Woche 1.169. !!
Im März dieses Jahr kommt es zu einer neuen Ausschreibung vom Land Berlin, zwecks Briefzustellung.
Dadurch das es eine neue Ausschreibung kommt, wurde dem Familien-Vater als Briefzusteller zum März gekündigt.
Damit das Unternehmen noch mithalten kann, wurde dem ganzen
Personal erstmal gekündigt. Zu diesem Tarif von 1.169 Euro.
Neu Einstellung dann zu einem anderen Tarif, wo ziemlich darunter liegt.
Nun frage ich mich , wer geht denn da noch mit Motivation zur Arbeit.
In paar Jahren haben wir dann nur noch 1 Euro Jobs
??
:zorn:
Sammy

