Thailand im Krieg?

x-pat

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Ich hoffe natürlich nicht, dass das ein Kriegsbeginn ist, aber es kam nicht ganz überraschend. Das kambodschanische Militär hat heute morgen zivile Ziele im auf thailändischen Boden im Grenzgebiet angegriffen. Laut unbestätigten Social Media Berichten trafen ballistische Geschosse aus Kambodscha eine Tankstelle, ein Krankenhaus und gingen in bewohnten Gebieten nieder. Dabei gab es scheinbar Tote und Schwerverletzte. Die Thai Airforce fliegt seit heute morgen Luftangriffe gegen militärische Ziele entlang der Grenze zu Kamodscha. Die gesamte Grenze ist inzwischen gesperrt und die Diplomaten beider Länder wurden gegenseitig ausgewiesen. Die Lage ist noch unübersichtlich aus der Ferne. Ich hoffe, dass es nicht weiter eskaliert.
 
haben da bestimmte Kreise ein Interesse daran, an möglichst vielen Orten auf dieser Welt Zwietracht zu sähen?
auch die Kriegstreibereien in Europa sind sinnfrei und völlig gegen die Werte der EU (Frieden)
"teile und herrsche" ist das Prinzip

ich hoffe, diese Grenzstreitigkeiten werden schnell beendet.
 
Ich hoffe natürlich nicht, dass das ein Kriegsbeginn ist, aber es kam nicht ganz überraschend.
Hier mal eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse (fuer Uwe in Deutsch :) )
 
haben da bestimmte Kreise ein Interesse daran, an möglichst vielen Orten auf dieser Welt Zwietracht zu sähen?
Die Hauptverantwortlichen für diesen Konflikt sind die Huns und die Shinawatras. Ich nenne dabei die Huns ausdrücklich zuerst. Es geht um Geld, Kasinos und Machtinteressen.

Das thailändische Militär hat kein Interesse an diesem Konflikt, aber es hat auch kein Interesse sich dem Willen der Shinawatras zu beugen. Man kann das thailändische Militär auch nur begrenzt provozieren bevor schlimme Dinge passieren. Kambodscha ist ein dritte Welt Staat mit einem Diktator und einer manipulierbaren Bevölkerung, die sich gerade im Nationalismus Taumel befindet. Eine sehr gefährliche Situation.

Das thailändische Militär ist dem von Kambodscha zahlenmäßig, waffenmäßig, und auch von der Professionalität deutlich überlegen. Man kann angesichts der Taktiken und des Verhaltens der Kambodschaner eigentlich nur den Kopf schütteln.
 
Das thailändische Militär ist dem von Kambodscha zahlenmäßig, waffenmäßig, und auch von der Professionalität deutlich überlegen. Man kann angesichts der Taktiken und des Verhaltens der Kambodschaner eigentlich nur den Kopf schütteln.

bei gesteigerter Aggression (auf beiden Seiten) könnten den Cambos "ausländ. Mächte" zur Hilfe eilen und dann wäre der Zeitpunkt richtig für China-Taiwan ...
 
Da scheint einiges im Busch zu sein. Ein bei uns in der Anlage lebender Schweizer Diplomat und höherer Polizist hat bereits letzte Woche blitzartig sein Eigentum verkauft und Thailand Richtung Afrika verlassen.
 
Die hatte er definitiv nicht. Er hat sich in Gesprächen die letzten Tage auch nur sehr kurz angebunden über den aufziehenden Konflikt geäußert, berichten meine Freunde. In Afrika selbst ist er seit Jahren als Forensiker für die UN in Krisengebieten tätig und eins kann ich sagen, er hat recht guten Einblick zu Lagen in der Ukraine, auf dem Balkan und sonst wo. Zwischen seinen Einsätzen war er immer wieder gern auf einige Monate in Jomtien. Soll alles nur ein kleiner Mosaikstein sein, mehr nicht.
 
Die Hauptverantwortlichen für diesen Konflikt sind die Huns und die Shinawatras. Ich nenne dabei die Huns ausdrücklich zuerst. Es geht um Geld, Kasinos und Machtinteressen.
offenbar hast du einen Papagei, und zwar ein dienstaeltestes Mitglied in einem anderen Forum, ein Fall für den Plagiatsjäger ;) :

Re: Aktuelle Thailand-Berichte

« Antwort #4019 am: Heute um 17:27:23 »

Die Hauptverantwortlichen für diesen Konflikt sind die Huns und die Shinawatras. Ich nenne dabei die Huns ausdrücklich zuerst. Es geht um Geld, Kasinos und Machtinteressen.

Zur Sache, da gehe ich nur mit dem ersten Teil konform, weder Thaksin noch seine Tochter sind auch nach dem Bruch mit dem Nachbarn auf Krawall gebuerstet sondern wollen eher deeskalieren. Im Unterschied zum fest im Sattel sitzenden kambodschanischen Machthaber mit der "Eskalationsdominanz"( wie das ein deutscher Merkelberatergeneral so eloquent beim Ausbruch des Ukrainekrieges ausgedrückt hat) beherrschen sie bekanntermassen auch nicht alle politischen Entscheidungsprozesse des Landes.

3. Runde F 16 :


Die gewohnte "Besorgnis" der EU mit dem erwartbaren Geschwafel :

 
weder Thaksin noch seine Tochter sind auch nach dem Bruch mit dem Nachbarn auf Krawall gebuerstet sondern wollen eher deeskalieren.
Natürlich sind die jetzt um Deeskalation bemüht, denn sie haben den Konflikt mit herbeigeführt. Hun Sen hat Ung Ing nicht zum Spaß kalt gestellt. Sein Ziel war es die Shinawatras gänzlich aus der Regierung zu entfernen.

Das ist ziemlich nach hinten losgegangen. Der Kasino-Geldhahn ist erst mal versiegt, die Wirtschaft beschädigt. Die kambodschanischen Streitkräfte stecken gerade schwere Verluste ein. Falls sich der Konflikt ausweitet, kann das auch für die Hun Dynastie brenzlig werden. Ihre Herrschaft gründet sich nämlich -wie es bei Diktatoren üblich ist- auf die systematische Unterdrückung der Opposition und auf militärische Rückendeckung. Falls sich nun durch den Thailand-Konflikt Spannungrisse im kambodschanischen Militär auftun, dann sollte der Hun Hofstaat schon mal vorsorglich die Koffer packen.
 
Das ist ziemlich nach hinten losgegangen. Der Kasino-Geldhahn ist erst mal versiegt, die Wirtschaft beschädigt. Die kambodschanische Streitkräfte stecken gerade schwere Verluste ein. Falls sich der Konflikt ausweitet, kann das auch für die Hun Dynastie brenzlig werden. Ihre Herrschaft gründet sich auf Unterdrückung der Opposition und militärische Rückendeckung. Falls sich nun durch den Thailand-Konflikt Spannungrisse im kambodschanischen Militär auftun, dann sollte der Hun Hofstaat schon mal vorsorglich die Koffer packen.

Ich teile diese Einschaetzung.
 
Die Thai Generäle koordinieren gerade etwas was sie die "Yutha Bodin Offensive" nennen und die verwendete Sprache war einigermaßen martialisch. Die RTAF scheint mit aller Macht gegen kambodschanische Stellungen im Grenzgebiet vorzugehen. Nach dem 2ten Einsatz mit vier F-16 Kampfjets werden jetzt weitere Angriffe mit den schwedischen Gripen Jets der RTAF geflogen, die mit Nachtsichtgerät ausgestattet sind. Das umstrittene Gebiet auf dem sich der Tempel befindet ist inzwischen von thailändischen Panzern eingenommen, die gegen Artilleriestellungen vorgehen. Von der kambodschanischen Seite kommen hier leider sehr wenige Berichte an, aber es sieht schinbar nicht so gut für sie aus.
 
Natürlich sind die jetzt um Deeskalation bemüht, denn sie haben den Konflikt mit herbeigeführt. Hun Sen hat Ung Ing nicht umsonst kalt gestellt. Sein Ziel war es die Shinawatras gänzlich aus der Regierung zu entfernen.

Das ist ziemlich nach hinten losgegangen. Die kambodschanische Streitkräfte stecken gerade schwere Verluste ein. Falls sich der Konflikt ausweitet, kann das auch für die Hun Dynastie brenzlig werden. Ihre Herrschaft gründet sich auf Unterdrückung der Opposition und militärische Rückendeckung. Falls sich nun durch den Thailand-Konflikt Spannungrisse im kambodschanischen Militär auftun, dann sollte der Hun Hofstaat schon mal vorsorglich die Koffer packe
 
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