Was habt ihr in der letzten Zeit für ein Buch gelesen

  • Ersteller Ersteller Charin
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Eine Empfehlung.
Ich habe auch nur die Rezension gelesen, dabei aber gemerkt, daß ich das Problem mehr oder weniger längst bemerkt habe.
Insbesondere den zunehmenden Gebrauch des relativierenden "so" bei Verneinungen. Z.B. "das habe ich so nicht gesagt", statt Klartext: "das habe ich nicht gesagt". Irgendwie hat er also doch. Oder "das finde ich so nicht richtig" soll den Zuhörer im Ungewissen lassen.

Wolfang Kemp: "Irgendwie so total spannend. Unser schöner neuer Sprachgebrauch"
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Das klingt für mich etwas wie das Anbiedern von Älteren an Jugendsprache, was Junge sofort durchschauen und im besten Fall lustig finden, oder manchmal auch peinlich.
 
Das klingt für mich etwas wie das Anbiedern von Älteren an Jugendsprache, was Junge sofort durchschauen und im besten Fall lustig finden, oder manchmal auch peinlich.
Das ist offensichtlich die Sprache von gewissen Politikern und Intellektuellen gegenüber der Öffentlichkeit. Sich ja nicht festlegen, sondern verschleiern.

Noch ein Beispiel, das ich mir gemerkt habe (nur den Sprecher nicht):
"Das hätte ich so nicht gesagt haben wollen".
 
Endlich nach langer Zeit auf meiner Liste ist das Buch nun auch mal dran. Hab allerdings erst ein Kapitel durch, aber ist einfach geschrieben.

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Dank @Dieter1 Erwähnung lese ich jetzt "der Tod im Reisfeld". Sehr interessant.

Scholl-Latours Einstellung zu den kommunistischen Revolutionären ist auch sympathisch.
 
So, "The last executioner" hab ich durch. War sehr kurzweilig, wenn auch etwas repetitiv. Hin und wieder lässt er leichte Kritik am System durchscheinen (Thailands Kastensystem...). Davon hätte ich mir mehr gewünscht. So war das Buch oftmals nur "XY hat das verbrochen, bekommt seine Strafe, das und das ist nebenbei passiert, Job erledigt" und das gleiche wieder von vorne. Für mich hat das Buch immer dann richtig Spaß gemacht, wenn er was aus seinem persönlichen Leben erzählt hat, abseits vom Gefängnisalltag. Hab mich dann gleich an das nächste Buch auf meiner Liste drangesetzt (gleiches Thema, anderes Land, andere Zeit), bin zur Hälfte durch und muss sagen es ist ein sehr interessantes Dokument zu Zeiten der Elektrisierung.

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Was man vor dem Lesen wissen sollte ist, daß sich der Publisher/Editor keine große Mühe mit der Veröffentlichung gegeben hat. Es scheint durch eine OCR Software gelaufen zu sein, ohne das es jemand mal queergelesen/korrigiert hat. Teilweise leichte Rechtschreibfehler, teilweise mehrfach das gleiche Wort getauscht, so das ganze Sätze erst nach mehrmaligem Lesen und drüber Nachdenken Sinn ergeben. Schade, da hätte man mehr erwarten können.

Robert G. Elliott existiert Übrigends nur in der englischsprachigen Wikipedia Ausgabe: https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_G._Elliott
 
Mal wieder ein Kapitel im immer noch HOCH aktuellen Buch von Peter Scholl-Latour gelesen. Obwohl das Erscheinungsdatum des Buches im Jahr 2000 war. Der Anlass der Irankrieg. Wollte mal nach den Hintergründen forschen. Und das was er schon vor 25 Jahren schrieb wird heute nahezu identisch wiederholt. Ob die wohl von ihm abgeschrieben haben? Ich lese immer nur Artikel darin, denn die Schwarte mit 482 Seiten und noch klein geschrieben sind zuviel.
 
Es geht nicht um die Typen, es geht um den Peter Hirsekorn, und seinen Lebensweg, sowie was er geschrieben hat.

Wie viel Bücher hast Du geschrieben und verlegt?
Ich bin so verlegen, darum habe ich noch nie Bücher geschrieben. Aber wenn es um den Weg von Hrn Hirsekorn geht, hört es sich ganz interessant an. Werde es mir vielleicht einmal zulegen, wenn es billiger ist.
 
Ab und zu stöbere ich in meiner Bibliothek und schau mir Bücher zu aktuellen Themen an oder von Leuten mit hellseherischen?? Fähigkeiten.

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Neben vielen anderen mehr denn je aktuellen Themen interessierte mich, was dieser Mensch zum Nahen/Mittleren Osten zu sagen hat
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Daher habe ich mir die Seiten ab 162 mal genauer durchgelesen:

S. 164 " Es wäre ein Wunder,wenn die Feindseligkeiten zwischen den islamischen und westlichen Nationen im Laufe des 21. Jahrhunderts abgebaut werden könnten"
S.165 " Manche von uns, zumal manche Amerikanermeinen meinen, der wichtigste Unterschied zwischen der islamischen und der westlichen Zivilisation liege im Gegensatz der Herrschaftsformen: Demokratien hier, Diktaturen und autoritative Systeme dort.
Manche Amerikaner gehen so weit, sich einzureden, Demokratien seien ihrer inneren Friedfertigkeit außerstande, gegeneinander Krieg zu führen. Aus solchen Illusionen nähren sie ihre missionarische Vorstellung von der ihnen obligenden Demokratisierung des Mittleren Ostens."
S.170 " Seit der Ermordung von Itzhak Rabin und dem Ende des Oslo-Prozesses im Jahre 1993/95 hat sich eine tötliche Spirale der Gewalt und Vergeltung,Terror und Gegenterror entwickelt. Sadat und Rabin wurden beide von Extremisten aus dem jeweils eigenen Land ermordet. ....
Die kompromissunwillige Haltung der letzten israelischen Regierungen stößt in Europa auf zunehmdend auf Kritik, die Kritik beginnt auch in Amerika und Israel selbst."

Erscheinungsdatum des Buches mit dem Titel: "Die Mächte der Zukunft" wurde 2004 von einem Mann veröffentlicht, der damals tagtäglich damit zu tun hatte. Ein Mann mit hoher Intelligenz und großem Weitblick. In meinen Augen einer der besten Politiker, die Deutschland erlebt hat.

Übrigens - was er zum Verhältnis USA und Nato schrieb, haben wir 2026 genau so erlebt.
 
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